Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Pfeiffer im Sommersemester 2018

Seminar: Damnatio memoria - Die Tilgung des Andenkens
(Zusammen mit Dr. Tanriöver)

Wo       Rob / HS

Wann    Mo 10-12

Modul: Mastermodul Antike Kultur- und/oder Mentalitäts- und/oder

Geschlechtergeschichte

Modul: Vormoderne II (MA Ge) / Vormoderne II (forschungsdifferenziert)/Lehramt

Modul: Schwerpunktmodul Master Vormoderne (MA Ge)

Modul: Theorie, Methoden, Historiographie B (MA Ge)

Modul: Vertiefung des archäologischen Fachwissens II

Die Bezeichnung damnatio memoriae ist ein feststehender Terminus der althistorischen und archäologischen Forschung für die Tilgung der Erinnerung an eine Person durch die Nachwelt, vornehmlich die Vernichtung des Andenkens eines römischen Kaisers auf Senatsbeschluss: Dabei wurden kaiserliche Erlasse für ungültig erklärt, ihre Namen aus Dokumenten und offiziellen Inschriften entfernt, ebenso Bildnisse, soweit sie stellvertretende Funktion hatten, wie etwa an den Feldzeichen, vernichtet. Das Phänomen der Tilgung der Erinnerung ist aber weitaus älter und wird auch in anderen Kulturen mit dem römischen Terminus bezeichnet. In dem interdisziplinär angelegten Seminar sollen schriftliche und ikonographische Quellen nach dem Phänomen untersucht werden, um auf diesem Weg dessen politische Funktion eruieren zu können.

Literatur:

H. I. Flower, The Art of Forgetting. Disgrace and oblivion in Roman political culture. University of North Carolina Press, Chapel Hill (NC) 2006; F. Krüpe, Die Damnatio memoriae. Über die Vernichtung von Erinnerung. Eine Fallstudie zu Publius Septimius Geta (189–211 n. Chr.), Gutenberg 2011; A. Pesch, De perduellione, crimine maiestatis et memoria damnata, Aachen 1995; E. Varner, Mutilation and transformation. Damnatio Memoriae and Roman imperial portraiture, Leiden 2004; F. Vittinghoff, Der Staatsfeind in der römischen Kaiserzeit. Untersuchungen zur damnatio memoriae, Berlin 1936; Th. Pekáry, Das römische Kaiserbildnis in Staat, Kult und Gesellschaft, Berlin 1985; H. Blanck, Wiederverwendung alter Statuen als Ehrendenkmäler bei Griechen und Römern, Rom 1969; M. Bergmann – P. Zanker, Damnatio memoriae. Umgearbeitete Nero- und Domitiansporträts. Zur Ikonographie der flavischen Kaiser und des Nerva, JdI 96, 1981, 317–412.

Seminar: Frauen im Umkreis der Kaiser des 1. Jh.

Wo       Rob / HS

Wann    Di 10-12

Modul: Einführungsmodul Antike (BA Ge)

Die Geschlechterforschung ist ein inzwischen etablierter Forschungsbereich der Alten Geschichte. In dem Seminar wird deshalb einmal nicht der römische Kaiser in den Fokus gerückt, sondern seine Familie und insbesondere die Frauen am Kaiserhof. Die Quellen über sie stammen fast ausschließlich aus der Hand von Männern. Es gilt zu untersuchen, wie Frauen in dieser Zeit agieren konnten, welchen Rollenvorstellungen sie zu folgen hatten und was passierte, wenn sie diese Rollenvorstellungen nicht erfüllten.

Literatur:

A. Alexandridis, Die Frauen des römischen Kaiserhauses: Eine Untersuchung ihrer bildlichen Darstellung von Livia bis Iulia Domna, Mainz 2004; J.P.V.D. Balsdon, Die Frau in der römischen Antike, München 1979; H. Temporini-Gräfin Vitzthum, Die Kaiserinnen Roms. Von Livia bis Theodora, München 2002; C. Kunst (Hg.), Grenzen der Macht. Zur Rolle der römischen Kaiserfrauen, Stuttgart 2000.

Sonstiges:
Als Studienleistungen im BA Einführungsmodul Antike sind 1. ein Kurztest über den Stoff der Vorlesung „Geschichte der Antike im Überblick“ (wird immer im WS angeboten) vorgesehen, sowie 2. Mitarbeit am Seminar. Zu letzterem erfahren Sie Genaueres in der ersten Sitzung des Seminars. Die Modulleistung stellt eine Hausarbeit im Seminar dar. Wer die Vorlesung „Geschichte der Antike im Überblick“ wegen Terminkollision nicht zu besuchen vermag, kann die Studienleistung in einer anderen Vorlesung der Alten Geschichte erbringen. Um das Seminar zu absolvieren, müssen Sie die Vorlesung noch nicht besucht haben. Wenn Sie im WS 17/18 die Vorlesung noch nicht besucht haben, mit dem Abschluß des Einführungsmoduls aber auch nicht bis WS 18/19 warten wollen, können Sie ebenfalls eine der althistorischen Vorlesungen des SoSe 2018 besuchen. Dazu nehmen Sie bitte mit Kontakt auf.

Seminar: Alexander

Wo       Löw / HS XIV a/b

Wann    Di 14-16

Modul: Schwerpunktmodul Master Vormoderne (MA Ge)

Modul: Vormoderne I (MA Ge)

Modul: Vormoderne I / Quellenanalysen MA Ge / Lehramt

Im Jahr 335 v. Chr. begann Alexander der Große die Eroberung der damals bekannten Welt. Weite Teile davon waren ihm 10 Jahre später in der Tat untertan, bevor den Feldherrn in Babylon, im Alter von nur 32 Jahren, der Tod ereilte. In dem Seminar soll die Geschichte seines Aufstiegs und seiner Eroberung besprochen werden, um auf diesem Weg einen kritischen Umgang mit antiken Quellentexten zu erlernen.

Literatur:

Siegfried Lauffer: Alexander der Große. 4. Auflage, München 2004; Hans-Ulrich Wiemer: Alexander der Große, München 2005.

Übung: Einführung in die Epigraphik

Wo       Rob / HS

Wann    Mo 16-18

Modul: Mastermodul Hilfswissenschaften der Alten Geschichte

Die Epigraphik, die Kunde von den auf Stein überlieferten Inschriften, ist eine der wichtigsten Grundwissenschaften der Alten Geschichte. In der Übung soll am Beispiel von verschiedenen epigraphischen Quellengattungen der Nutzen und die Notwendigkeit dieser Quellengattung für die Arbeit in der Geschichtswissenschaft erlernt werden.

Kolloquium: Kolloquium Alte Geschichte

Wo       Rob / HS

Wann    Di 18:30 – 20.00

(Genaue Termine werden bekanntgegeben!)

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